typ44 audi 100 1985

Audi 100 Typ 44 # von wegen Spießer

In den 70ern, als Audi noch eine plüschige VW-Zweitverwertung war und die Audi 80 in schlimm Berufsschullehereraffine Farben wir Inarisilber vom Band rollten – da galt Audi vielerorts als spießig Marke – zurecht sogar irgendwie.

Audi war die Marke der Berufsschullehrer – wurde erst so langsam die Marke der Ingenieure, getrieben von einem Ingenieur, Ferdinand Piech, als die Autos nicht nur technisch anspruchsvoller und wertiger wurden, sondern tatsächlich auch cooler, wenn man so will.
typ44 audi 100 1985 Der Typ44 war neben seine kurze Zeit später erscheinenden kleineren Bruder der wichtigste Botschafter des neuen Markenimages – und der hier gezeigte erklärt durchaus, warum das so war – auch wenn Fahrwerke wie dieses hier in den 80ern eher die Ausnahme gewesen sind und der Wagen im Serientrim dazu neigte schlimm nach vorn zu nicken, wenn man bremste.

Aber dennoch: Hier ahnte man, dass die Marke sich bald sehr wohl mit den Mercedes und BMW dieser Welt messen können würde. Was für einen Durchmarsch Audi hier tatsächlich hinlegen sollte, hätte da wohl noch keiner geahnt.

Der Audi 100 Typ44 erschien parallel noch als Audi 200 mit Motoren, die kurz davor noch der Fantasie einzelner Audi-Besitzer entstammten – am Ende brauchte man die komplette Breite der Heckklappe, um Texte wie „2.2 20V Turbo quattro“ darauf unterzubringen – ein Signal für satte 220PS, nachdem beim Vorgänger noch bei 136PS schluss gewesen war – und das als einziger in dieser Klasse mit Allrad-Antrieb. Der Audi 100 Typ44 ist eigentlich eine Legende, wurde aber nie wirklich gehuldigt. Eine Schande eigentlich…

Aber die Preise des Typ44 steigen.