BMW Nullzwo # gestrandet

Bei dem kommen bei mir immer echte Kindheitsgefühle auf. Im wahrsten Wortsinne. Meine Lieblingskindergärtnerin hatten einen BMW Nullzwo, einen 1802 genau genommen. Für eine Kindergärtnerin ziemlich cool. BMW Nullzwo Zumal: Damals hatten Kindergärtnerinnen normalerweise gar keine Autos – und wenn, dann ganz sicher keine von BMW. Einen Käfer vielleicht oder mal einen kleinen Fiat. Die ganze typischen Kleinwagen für Frauen gab es ja noch gar nicht, die erschienen erst.
Aber diese jenbe hatten einen BMW Nullzwo.

Macho: BMW Nullzwo

Normalerweise stiegen aus dem BMW Nullzwo echte Kerle. Typen mit Schnurrbärten, die in Discos gingen und so – nicht solche Leute wie meine Eltern und ganz sicher nicht solche wie meine Kindergärtnerin. Aber die sehe ich noch vor mir, wie sie ausstieg und ihre langen Haar zur Seite warf um abzuschließen.BMW Nullzwo
Später fuhr ich den Nullzwoer immer wieder gern. Er war sehr einfach und klar und hatte eigentlich gar nicht so viel Machon an sich – abgesehen davon, dass die unverschämt kurze Übersetzung immer irgendwie zum Beschleunigen animierte, vor allem an der Ampel. Der war schon cool – und Strassenlage hatte er auch. Und einen riesigen Fensterausschnitt, mit dem man an lauen Frühlingstagen Abends mit offenem Fenster fahren konnte, innen die Heizung an, damit man nicht erfriert, aber eben was vom Frühling mitbekommt.
Top.
Meine Kindergärtnerin hab ich nie mehr gesehen – aber ich wette, sie hatte einen reichen Freund.

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