Chrom!

Chrom – Chrom der echten Art, nicht dieses Plastikzeug, das man heute hat – war mal eines DER Merkmale, das man es geschafft hatte, dass man irgendwo angekommen war. Damals, als Gesellschaft noch aus ausreichend vielen Klassen bestand. Ford war hier mit dem 26m mal ganz weit vorne.
Die US-Wurzeln halfen hier sicherlich, über die mentale Grenze zu hüpfen und soviel Chrom über ein Auto zu schütten, wie sonst niemand anders in Deutschland sich traute. Und war das cool?
Und ob das cool war.
Ford hatte damals ein Händchen dafür, ihre Wagen mit dieser Art Mehrwert auszustatten, die sie später in „Mehr Auto fürs Geld“ umwandelten.

Und Chrom war ein wichtiger Teil davon, zusammen mit Vinyldächern natürlich, die ausser Opel und Ford kein Deutsches Auto so würdig getragen hat.

Mittlerweile kommt Chrom wieder in Mode – hier und da zumindest. Chrompakete werden wieder verkauft und viele Fahrzeuge haben Chrom wieder als Merkmal besserer Ausstattungen, wie jüngst der 2016er Opel Astra an der Dachlinie, die vor allem beim Caravan eine Note setzt – nur, dass der nicht mehr Caravan heißen darf.

Aber mit so viel Würde wie ein Ford 26m trägt sein Chrom heute niemand mehr – und schon gar nicht mehr in diesen Mengen. Kann man sich Chrom in Zukunft an einem Toyota Prius vorstellen….?