Doch, irgendwo hiterm Haus wird schon noch einer rumstehen….

Gerade wieder mit der Landes-Recherche beschäftigt, erfreuen wir uns nordlicher Gastfreundschaft und einer Oldtimer-Landschaft, die es wirklich in sich hat. Tatsächlich findest Du in jedem Dort noch jemanden, der „irgendwo noch einen alten Volvo rumstehen“ hat.
Warum das so ist, wissen die Besitzer oft selbst nicht so genau. „Der stand da halt, gehörte meinem Opa“. Ob der noch fährt? „Sicher, mit dem fahren wir im Sommer immer rüber in die Bucht…“ Sonst gedeiht diesen Fahrzeugen oftmals keine rechte Pflege an – aber es scheint sie nicht so sehr zu stören.

Schweden, Finnen, Norweger – die haben ein angenehm entspanntes Verhältnis zu Altwagen – das sind bei denen einfach die Autos, die nicht so neu sind, wie man uns erklärt. Standesneid und ähnliche Faktoren, die gerade bei vielen Deutschen oft für die Anschaffung neuer Wagen sorgen, sind in dieser Gesellschaft nicht so beherrschend – schon gar nicht in den Dörfern, bei denen Du dich oft fragst, wovon die Leute eigentlich leben.

„Gelegenheitsarbeit“ hat hier gar keinen so komischen Beigeschmack – da gibt es Leute, die im Sommer das Feriencamp moderieren, im Herbst Fischer sind und im Winter Lehrer. Warum nur scheinen ausgerechnet wir Deutschen in einem Land zu leben, in dem alles in Schubladen passen muss?

Hier erinnern nur die kantigen Formen der 140er und 240er Volvos an Schubladen… Es gibt Gründe, warum die skandinavischen Völker glücklicher sind.