E34 # BMW @ its best

Ganz klar – als BMW der E34 auf den Markt brachte, war das damals der wichtigste Schritt. Dass er so erfolgreich werden würde, hätten wohl auch die Leute bei BMW nicht gedacht, obwohl einem das aus heutiger Sicht so unglaublich logisch erschien.
BMW hatte bei der Entwicklung des E34 schlicht das umgesetzt, was in allen Vergleichstests gefordert worden war: Mehr Platz auf der Rückbank. Im Prinzip ein E28 mit einem W123 gekreuzt. Ein Auto, das sich fährt wie ein BMW aber den Platz eines Mercedes der Mittelklasse hat.
Im Grunde kann man da auch heutiger Sicht nur sagen „Ja klar, das musste ja ein Erfolg werden“ – aber hinterher ist man ja bekanntlich immer klüger.
Den BMW Entwicklungsteams war das gar nicht so klar.
BMW E34
Im Gegenteil: der Wagen schien vielen zu groß, zu dicht an den Siebner gerückt, obwohl Claus Luthe als leitender Designer hier einen unfassbar guten Job gemacht hatte. Aus Perspektiven wie dieser hier erkennt man auch heute noch, wie viel Überholprestige die Jungs in München dem Wagen vorsichtshalber eingebaut haben. Da gab es kein Gramm Fett, da sollte keiner sagen „Ha, die haben doch nur den Benz kopiert“ – das wäre ein Drama gewesen. Aber ganz klar: dazu war BMW zu diesem Zeitpunkt längst viel zu cool: Der E30 hatte alles zermalen, was in dieser Klasse theoretisch Rang und Namen hatte, der E34 schlug in dieselbe Kerbe, der BMW E32 sollte schließlich später sogar den letzten Angstgegener Mercedes outperformen. Wer hätte gedacht, dass die später alle mal in der Klasse neidisch nach Porsche schielen würden?