Opel Kadett C Coupé Rot

Einfache Freuden: Kadett C Coupé im Originalzustand

Was Kids von heute, die nur noch Autos mit riesigen Marketing Stories drum herum kennen und verstehen gelernt haben, kaum begreifen, sind die einfachen Freuden von früher.

Ein profaner BMW E21 – der hatte schon reichlich Traumwert, wenn Du in den 80er Jahren ein Teenager warst – auch, wenn heute viele glauben, dass es dazu Alpina-Rallye-Steifen brauchte, dicke Spoiler und 225er Reifen, die sich damals so breit anfühlten wie heute ein quer liegendes 50 Liter Bierfass.
Tatsächlich stimmt das so gar nicht – ebenso wie ein Manta B ohne Tuning-Anbauten war auch ein Kadett C cool – solange es ein Coupé war. Da war diese wirklich sportliche Form, die sich auf dem Serientrimm realisieren ließ mit diesem kleinen neckischen Knick.

Opel Kadett C Coupé Rot
Dazu ein paar schöne Felgen, wie auf diesem Bild. Mehr brauchte es nicht. Und nein – damals waren beileibe nicht alle C-Kadetten GT/Es mit 115PS oder gar aufgeplusterte 2,7er Tuning-Motoren mit 165PS unter der Haube. Einige von ihnen hatten vielmehr 60PS und schafften keine 150, Kinder… Wir hatten mal einen Scirocco aus der ersten Serie mit 50PS – der fuhr sich sogar einigermaßen knackig – unvorstellbar heute.

Auch aus heutiger Sicht kann man mit solchen Wagen schön fahren, wenn er nur 75 PS hat (Auch das gilt übrigens für den BMW E21 in seiner seltenen Version 315) – schließlich reden wir hier mittlerweile von Autos mit einem einigermaßen historischen Wert – und den sollten wir den Wagen auch zugestehen. Und eins muss man ganz klar sagen: Wenn Du mit einem 75PS Kadett ein Ampelrennen gegen einen 75PS Audi 80 von 1977 gewonnen hattest, dann war das einfach viel geiler als mit einem BMW M3 von 2016 – das war mechanisch, das war unberechenbar, das gab es nicht auf Youtube. Das gab es nur in Deiner Erinnerung…