Ford Capri # UK Idylle

Es war die Wilde Zeit der Mini-Röcke und Subkulturen wie der Mods, in der der Capri entstand. Die Chance, ein wildes Auto zu haben, das aber technisch keine wilde Basis benötigte. Der Capri basierte auf Großserien-Komponenten, sah aber geil aus. Lange Motorhaube, knackiges Heck, Chrom, Doppelscheinwerfer…

Der erste Capri war zudem auch noch einigermaßen leicht, zumindest für damalige Ford-Verhältnisse. 960 Kilo und ein kurzer Radstand: der Ford Capri der ersten Generation war ein Drifter vor dem Herren.

Schöne Modelle wie dieses hier findet man heute nur noch in Oldtimer-Sammlungen und Ausstellungshallen. Oft sind die gar nicht weg gerostet – der Capri endete lieber mal am Baum, wie so viele der wilden Coupés, der Fahrwerke nicht das hielten, was die wilde Karosserie versprach und schon gar nicht das, was die Piloten wollten, die sich hinter der langen Motorhaube in ihren persönlichen bezahlbaren Jaguar E-Type hinein träumten.

Ford Capri 1972
Anstriebsseitig galt das ebenso. Die Motorisierung startete bei zarten 50PS – das war auch Ende der 60er nicht das, was man hinter der wunderschönen Karosserie vermutet hätte – und vor allem musste das die Frage aufwerfen: Was soll die lange Motorhaube? Mechanisch war da Raum für 2 oder 3 Motoren. Und man ahnt bereits, wie der genutzt wurde…

Und dann kamen natürlich Bodie und Doyle und zeigte auf, wie cool man mit den späteren Modellen aussehen konnte – zumindest nach den Macho-Cool-Definitionen von damals.