Ford Escort # beige als I-Tüpfelchen der Unauffälligkeit

Der Ford Escort war in Deutschland immer mit einer zu geringen Prominenz gesegnet, speziell gemessen an seinem Wolfsburger Mitbewerber. Selbst der Rüsselsheimer war immer prominenter und auch nicht immer so viel besser.

Dieses Modell hier setzt ihm mit dem unauffälligen Beige nur noch die Krone auf.

Ford Escort MK2
Vielleicht war auch das einer der Gründe, warum der Wagen in den Deutschen Verkaufsstatistiken damals stark abfiel und Ford nach viel zu kurzer Zeit bereits den Nachfolger nachschieben musste – der dann, der damals aktuellen Mode folgend, dem Layout mit Frontantrieb und Schrägheckkarosserie verpflichtet war.
Immerhin mit dem charakteristischen Stummel. Der gab ihm immerhin eine gewisse Eigenständigkeit, die dem Ford Escort MK2 ansonsten fehlte.
Als Youngtimer machten nur die Sportmodelle eine gewisse Karriere, die dem klassischen Ford Escort einfachen Zuschnitts, wie eben hier zu sehen, praktisch komplett verwehrt blieb.
Modelle mit 4 Türen haben einen hohen Seltenheitswert und treiben die Preise in die Höhe. Besser bezahlt sind noch die Kombis, bei denen Ford nochmals wenige Liebe walten ließ. Sie waren facegeliftete Modelle des Vorgängers Ford Escort MK1 – im Volksmund „der Knochen“.
Ähnlich schwach schnitt später im Ford Modellprogramm eigentlich nur noch der legitime Nachfolger dieses Ford Escort MK 2 ab, der Ford Orion. Neben dem wirkte der knorrige Escort in Beige beinahe noch selbständig. Schade, Die Kölner hätten damals mehr machen können aus dem Ford Escort.