Ford Escort

Ford Escort Youngtimer # die Unsichtbaren werden auch alt…

Wenn wir Ford Escort und Youngtimer sagen, dann haben wir in unserem kollektiven Hirn eine kurze Vision eines heckgetrieben Fahrzeuges, dass sich sein Design heimlich mit dem Bristol Blenheim teilen musste.

Ein Wagen, der in schrillen Farben gefertigt wurde, profane Technik besaß und lustige RS Modelle mit eine bizarren Vorbau durch die Lande fuhr, der irgend etwas von  Aerodynamik vorgaukeln sollte.

Dabei hat die Welt sich weiter gedreht. Der Ford Escort, ewiger Dritter in der Kompaktklasse, wurde 1998, also auch schon vor 20 Jahren, eingestellt – und da hatte er auch schon seit 17 Jahren keinen Heckantrieb mehr, sondern sich dem Diktak der Kompakt-Klasse, die nun in Golf-Klasse umgetauft worden war, gebeugt.
Der Wagen bediente sich der Europa-Konzern-Palette, galt als einigermaßen langweilig, jedoch gleichermaßen bezahlbar, familientauglich und ausgereift. Die geringen Unterhaltskosten machten ihn zum heimlichen Star junger Eltern – selbst dann, wenn die eigentlich lieber einen Golf gehabt hätten.Ford Escort
Die Versicherer etwa waren stets gnädig gestimmt, wenn es um den Escort, vor allem um den Kombi, ging. Das summierte sich schnell in mehreren 100 Mark, die du als junge Familie entweder in Windeln und Brei investieren oder aus dem Fenster werfen konntest. Eine oft klare Entscheidung.

Sammelt jemand heute solch ein Auto? Ja – die ersten Leute fangen damit an. Der Stummel-Escort ist längst ein heimlicher Held – und so langsam rücken die späteren Modelle nach. Die gute gepflegten Rentnerexemplare zuerst, die krassen RS-Versionen und XR Modelle sowieso – wie immer: Die Wilden überleben.

Und jetzt lasst auch den Spießern ihren Platz in der Geschichte.