Kadett E # in Schlichtheit sterben

So langsam darf er das H-Kennzeichen tragen – der Kadett E… Und während man von seinem Vorgänger mit der lächerlich kurzen Bauzeit von 59 Monaten schon immer mehr Modelle mit dem geheiligten Kennzeichen sieht, ist der Kadett E in seiner Schlichtheit und seinem Preisgefälle noch viel zu sehr in der Rubrik „Billigtauto“ zu finden.
Gerade dann, wenn er so auf den Rädern steht, wie dieses Exemplar, mit den überschlichten Kunststoff-Stoßstangen, die stets zu früh ausgeblichen sind, dann fehlt es dem Wagen irgendwie an der Art optischem Selbstbewusstsein, das ihn begehrenswert macht.
Dabei hat der Kadett E massive Erfolge zu verbuchen. Mit nahezu 4 Millionen Einheiten war der Kadett E radikal erfolgreich – und nicht nur das: im Grunde ist er es noch. In seinem zweiten und dritten Leben als meistverkauftes Auto von Usbekistan (!) bringt er es bis heute noch auf substanzielle Verkaufszahlen, wo alle seine damaligen Mitstreiter längst dahin geschieden sind…
Kadett E
Nur mit seinen riesigen Plastikstoßstangen – mit denen mochte sich auch in Kasachstan und Usbekistan niemand so recht anfreunden – dort verkaufen sie ihn vorsichtshalber auch mit den Lackierten Stoßfängern… Und natürlich sehen sie ihn dort auch lieber als Limousine und nennen ihn zum Teil noch Daewoo Nexia am anderen Ende der Welt – ganz so, wie auch einmal für kurze Zeit in Deutschland, als die Koreanischen Marken und auch Exoten wie Proton ein Gastspiel auf dem Germanischen Markt hatten. Die sind mittlerweile längst verschwunden. Überlebt hat sie: der Kadett E.