Mazda 626 GC – auf der Höhe

Schaut man sich die Historie des Mazda 626 in Europa an, dann ist eins klar: Der Bursche hier war der Durchbruch, der Weg an die Spitze. Mazda wurde in der ersten Hälfte der 80er Jahre zu einem der erfolgreichsten Importeure in Europa – basierend primär auf den Erfolgen der frontgetriebenen 323 sowie eben des frongetriebenen 626 der Generation GC, der 1982 erschien.15_1875337934 Diese Mazda-Modelle zeichneten sich gleichermaßen durch gelungene Europäisierung aus wie brutalstmögliche Haltbarkeit.

Der Mazda 626 GC war einer der haltbarsten Wagen seiner Zeit, der zwar auch nicht ganz gegen Rost gefeit war – dafür aber mechanisch ein unfassbar gesundes Auto war mit Motoren, die mehrere Weltumrundungen ohne Stress wegsteckten – das galt vor allem für die Kombination aus dem 2 Liter Motor mit Automatik.

15_1406334798 Obwohl der Wagen aus heutiger Sicht pseudoluxuriös wirkt, empfand man das damals nicht so. Verlours und Slush-Oberflächen waren damals in den USA beispielsweise der letzte Schrei und wurden durchaus als luxuriös wahrgenommen. Zumal im Mazda vieles passte, wie beispielsweise elektrische Fensterheber und ähnliche Späße, die damals kein deutscher Wagen dieser Klasse serienmäßig bot. Der Mazda 626 war also sicherlich zurecht erfolgreich.
In den skandinavischen Ländern war der Wagen noch bedeutend erfolgreicher, selbst die Briten liebten ihn.
15_1286311378 Dort findet man auch heute noch gut erhaltene Exemplare, ebenso wie in den Niederlanden, die generell stets liebevoller mit ihren asiatischen Autos umgegangen sind.
Der Wagen fährt sich immer noch erstaunlich zeitgemäß, wenn man ihn heute mal wieder in Händen hat – sieht man einmal von der gefühllosen Lenkung ab, die viele Leute damals allerdings hip fanden – Honda baute ähnliche Distanz-Lenkungen…
Heute würde man sich oft einfach nur wünschen, dass es solche ehrlichen Autos wie diesen Mazda 626 generell irgendwo zu kaufen gäbe.