Mercedes W116 # Die sündige Stoßstange

Der Mercedes W116 ist ja eigentlich so leicht nicht unbedingt zu entstellen – wie dieser Mercedes W116 300SD zeigt, geht es aber mit der Macht des amerikanischen Staates schon. Leute, die Guantanamo aufrecht erhalten, kriegen auch den großen Benz klein.

Mit für damaligen Verhältnissen paranoiden Gesetzen erzeugten die US-Amerikaner Fratzen wie diese, die eindeutig parodistische Züge haben.

Mercedes W116 300SD
Den 300SD hat es nicht nur an der Stoßstange schwer getroffen – in Verbindung mit den runden Doppelscheinwerfern wirkt er im Verhältnis zum Originalgesicht einfach tumb und irgendwie distanziert dümmlich. Während das Germanische Originalgesicht das Überholprestige einer Dampflock hat, würdest Du Dir bei dem schon mal überlegen, ob Du nicht noch Zeit hast, deinen Überholvorgang entspannt zu Ende zu bringen.
Beim Nachfolger Mercedes W126 haben sich die Stuttgarter mit dem US Gesicht weit mehr Mühe gegeben, nachdem das beim Volvo 240 schon so erfolgreich verlaufen war, dass man auch in Deutschland die US-Scheinwerfer gerne mal an den heimischen 244 schraubte.
Aber wir man am Mercedes W116 sieht, war das ganz offensichtlich notwendig.
Witzig aus heutiger Sicht: Für den Anti-Diesel-Markt USA gab es eine Turbodiesel-Version aus dem Baukasten – für den Deutschen Markt nicht.
Damals war die Oberklasse einfach noch nicht so weit – das dauerte im heutigen Diesel-Land Deutschland tatsächlich noch bis zum W140…

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