Monteverdi # Swissness in Automobil gegossen

Dass es heute keine Monteverdis mehr gibt, ist schon irgendwie eine Schande – und im Gegensatz zu Sbarro etwa sicherlich wirklich bedauernswert, da hier ja tatsächlich Automobiles Kulturgut geschaffen worden ist.

Als echte Autoschmiede aufgestellt hat Monteverdi aus „Groß“Serientechnik Automobile geschaffen, mit denen man sich in Cannes jederzeit sehen lassen konnte – zumindest in der Hochphase des Schweizer Automobilherstellers, die man hier sehr anschaulich betrachten kann.

Später mochte das nicht mehr so recht zu großem Ruhm reichen – da waren Monteverdis teilweise nur noch teure Ausstellungsstücke und solche, die es mal in die Automobilrevue und die Auto-Motor-Sport schafften, aber oftmals eben nicht mehr auf die Strasse, wo sie eigentlich hingehörten. Am Besten die Strassen der Europäischen Monopolen – Zurich, Genf, Mailand, Barcelona – und eben die Cote D‘ Azur. Hier waren die Monteverdi-Besitzer, wenn nicht zuhause, so doch regelmäßig anzutreffen.
Monteverdi
Eine Art eingeschworene Clique. Dass sich diese Clique leider als perspektivisch nicht ausreichend große erweisen sollte. Immerhin: So ein Monteverdi Tiara setzte ja beispielsweise auf der Mercedes S-Klasse auf. Schon die können sich nicht unbedingt große Heerscharen von Käufern leisten – diese dann noch einmal deutlich luxuriöser und aufpreisiger zu gestalten, ist im Bereich Automobile Kultur ein Traum – aber eben nicht unbedingt ein Business-Plan, der nach Überleben klingt. Auch nicht in der Schweiz. In dem Segment spielten wirklich nicht mehr viele mit. Am ehesten sicher noch Bitter und Bristol – beides keine Marken, die man heute noch als kerngesund bezeichnen würde…