Opel Manta B # der war eigentlich einfach

TrimmiWer sich an den Opel Manta B erinnert, vor allem die jüngeren, erinnert sich an ihn vor allem als das spoilerbewachsene Ungetüm mit den 245er Schluffen, Irmscher-Anbauteilen und Mantzel-Mashine, am besten den Zweisiebener.
Gegen Ende der 80er Jahre war der Opel Manta B eine Karikatur geworden, hatte in vielerlei Hinsicht all die Witze verdient, die man über ihn machte. In einer späten Phase bespoilerte Opel ihn in Versionen wie dem GSI Exklusiv mal lieber gleich vom Werk aus, dann musste man das nicht mehr auf Hinterhöfen selbst machen.
Dabei war der Opel Manta B im Grunde in der Gegenrichtung gestartet, damals 1975. Wie dieses Exemplar hier verkörperte er eher die neue Sachlichkeit, die Abkehr vom Schwülstigen. Er war in der Klarheit seiner Linien die Abkehr vom Manta A, der noch immer etwas amerikanisches verkörperte – war auch der Gegenentwurf zum überdimensionalisierenden Capri mit seinen dicken Maschinen.
Der Opel Manta B war Volkssport – so, wie der Trimm-Dich Pfad.
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Dass er später anders aussah, war nicht die Schuld seiner designerischen Schöpfer – die hatten es gut gemeint und ihm dekorativ sachliche Felgen mitgegeben, zarte Zierstreifen, nichts knalliges. Beinahe edel wirkte der klare geradlinige Entwurf. Vielleicht ein wenig zu edel. Funktionierte die Zielgruppe da so wie die Kinder, die zu beherrscht aufwachsen? Die brechen laut und unvermittelt aus. So wie der Opel Manta B.