Opel Monza # Geodreieck

Der Opel Monza ist vielleicht das einzige Fahrzeug von Opel, bei dem sich die Unterscheidung in Opel Monza A und Opel Monza B nicht so recht zu lohnen scheint. Im Grunde ist das ein Facelift, mehr nicht – denn sonst blieb das meiste beim Alten.
Da kamen kein fein ausgetüftelten Änderungen, die 6% Benzineinsparung bei konstanten 90 KM/H oder so brachten. Im Grunde war Opel-Intern beim Modellwechsel / Facelift schon klar, dass es der Monza nicht über die Hürde des echten Modellwechsels schaffen würde.
Die Verkaufszahlen für Coupes gingen zu Beginn der 80er grundsätzlich und auf breiter Front zurück – schon der Manta war plötzlich deutlich schwerer zu verkaufen – aber ein sehr großer Manta wi der Opel Monza war nochmals deutlich schwerer zu verkaufen.
Was schade ist. Der Opel Monza ist eines dieser Autos, das damals sehr viele Leute in seinen Bann zog, nachdem sie das erste Mal damit gefahren waren. Schon der Bullige Antritt und der angenehm rohe Sound gaben dem Wagen so ein angenehm muskulöses Wesen.

Opel Monza
Die ungemein klare Linie des Opel Monza ist legendär. Aber er spielte in der Klasse des 280CE und 628i, für die er schon ein bisserl zu Macho war

Allen voran der 3 Liter mit seinen satten 180PS (nicht vergessen: das war damals mehr als ein 911er hatte!) brodelten den Wagen auf angenehme Reisegeschwindigkeiten und das Fahrwerk ließ sich breit strapazieren. Da kam nie der verdacht auf, nur in einem billig aufgepeppten Rekord E zu sitzen oder so.
Es ist ein Trauerspiel im Rückblick, dass Opel den Monza nicht am Markt durchsetzen konnte – und das, was sie nun unter dem Namen vorhaben, hieß früher eher mal Frontera. Schöne neue Welt?