Opel Omega A # Verbrauchsauto

Der Rekord F erschien in Deutschland als Opel Omega A – und sollte eigentlich gleichzeitig auch die Vereinheitlichung auf der Achse Opel <=> Vauxhall leisten. Die Briten jedoch blieben ein wenig resistent, wie eigentlich fast immer – aber immerhin konnte man sich auf den Astra einigen, der dann jedoch in Deutschland mit dem irgendwie idiotischen Baureihenkürzel F startetet, obwohl er aus Deutscher Sicht der Astra A war. Der Omega A war ein echtes A-Modell – leider jedoch mit seinen Höhen und Tiefen. Er war das Symbol für den Niedergang von Opel, nachdem ihn die AutoBild zur Zielscheibe machte. Der Omega A hatte Macken – war jedoch nicht durchgängig so schlecht, wie gerne behauptet wurde.
Opel Omega A
Der Wertverlust, der aus dieser Schlammschlacht resultierte, machte de Opel Omega A jedoch schnell zum Verbrauchs-Auto: Er war groß und billig und wenn er kaputt ging besorgtest Du Dir halt einen neuen, kost ja nix.
Aber hey: Auch der Omega ist ergraut – und auch, wenn man es ihm nicht ansieht: die ersten Exemplare sind bereits 27 Jahre alt. Er fährt sich dennoch halbwegs zeitgemäß und wer die Scheibe runterkurbelt, erlebt noch das brummige Geräusch der Opel aus den 60ern – der 2 Liter Vierzylinder klingt genau wie auch schon ein Opel Rekord C klang – dieser Widerwillige, dieses Brummige, zäh und stabil.
Ja, heute kann man den Omega wirklich mögen – und im Moment kostet er praktisch nichts. Schöner sind jedoch die Modelle der späteren Phase mit lackierten Stoßfängern, die dem Ausbleich-Plastik den Garaus machten.
Ein Glück.


2 Kommentare

  1. Mit diesem Auto verbinde ich persönliche Erinnerungen. Im Mai 1988 von meinem Vater als Neuwagen gekauft, leistete unser Omega 2.0i LS Caravan bis September 2000 treue Dienste. Und was das Motorgeräusch angeht: das kann ich bestätigen – der Sound des Motors war irgendwie unverkennbar (OK, die 3.0-Motoren wären dann wohl ein anderes Thema). Die wohl einzigen „Macken“, die das Auto hatte, waren in unserem Fall wohl eher selbst verschuldet, denn wirklich gepflegt wurde das Auto (leider) nie. So waren dann mal plötzlich Klarlackplatzer zu sehen, und letztendlich auch Rost am Seitenschweller links. Ansonsten jedenfalls ein Auto mit sehr viel Platz (zumindest beim Caravan), und einem Design, die selbst vor zehn Jahren noch zeitgemäss erschien. Versenkte Scheibenwischer? Das wirkte doch irgendwie futuristisch und suchte man beim Omega B vergebens. Irgendwie hatte der Omega A ohnehin mehr Charakter.

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