Opel Rekord E # erwartbare Bergidylle

Im Opel Rekord E steckt ein riesen Stück germanischer Identität. Mehr, als man gemeinhin so realisiert. Immerhin war er wirklich der letzte einer Art – so wie der Ford Taunus. Autos, mit heute schier unerklärlichen Namen. Opel Rekord E Heute würde niemand mehr Mittelklassewagen nach wenig exotischen hessischen Gebirgszügen benennen. Ebenso Wohl kaum Opel Rekord E – wahrscheinlich hieße der dann heute „Opel Vollkrass C“ – auch eine voll krasse Vorstellung.
Rekord – das klingt schon sehr germanisch – und das ist der Opel Rekord E auch durch und durch – bis hin zu seinen fantastischen Ohrensesseln. Oder auch Urlaub in den Alpen, wie dieser hier. Da spüre ich noch kurze Hosen und hartgekochte Eier, die man früher scheinbar immer mit auf Reisen nahm. Als der Deutsche noch „auf Reisen ging“.
Und ich höre schon Opa, wie er wieder sagt „Der beste Opel, den ich je hatte – danach ging es nur bergab… Das stimmt vielleicht auch nicht ganz, Opa – aber dennoch‘: Der Opel Rekord E war der letzte selbstbewusste Wagen von Opel; der letzte, der seinen komischen Namen stolz trug – dann kamen die Fantasienamen und mit ihnen der Abstieg. Ob der Opel Insignia etwas taugt, interessiert nicht mehr so viele Leute, wie damals beim Rekord, der noch auf Millionenauflagen kam. Und einen Rekord hat der Insignia auch nicht mehr im Blut.

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