Saab 9000 # Fachwerker

Der Saab 9000 war ein wirklich stolzes Auto – und ist ein stolzer Youngtimer, alle Diskussionen um das Sterben der einst wunderschönen und stets ebenso schrulligen Architekten-Marke beiseite lassend.
Es waren immer die Details, die die Saab Youngtimer so erstrebenswert cool machen. Die detailverliebte Aero-Felge als Hommage an die Wurzeln des Flugzeugbaus.
Der Tacho, bei dem man – aus demselben klugen Grund – die sinnlosen Instrumente im Dunkeln ausblenden konnte, bis die wieder etwas zu sagen hatten – ein Wunsch, den einst Kampfpiloten geäußert hatten, um sich nicht von solchen Instrumenten ablenken zu lassen, die gerade keine interessanten Informationen bereitstellen.
saab_900_aero_felge
Uns ist eigentlich nie ganz aufgegangen, warum das nicht auch bei anderen Herstellern Schule gemacht hat. Der Saab 9000 ist ein ganz besonders aufrechter Vertreter der Marke. Er musste all seine schrulligen Detaillösungen auch dort vertreten, wo sie keiner haben wollte: In der unseligen Kooperation mit Fiat, die aus damaliger Sicht schräg war, aus heutiger kaum noch nachvollziehbar. Dennoch war sie alles im Allem wohl immer noch besser als der Weg zu General Motors, der individuelle Fahrzeuge wie den Saab 9000 am Ende des Tages sterben ließ.
Saab 9000
Daran gemessen war Fiat den Versuch wirklich wert. Dass GM in die Hose gehen musste, hätte jedem, der an individuellen Lösungen wie denen im Saab 9000 hing, eigentlich klar sein müssen. Und das ist im Nachhinein unverzeihlich.