Golf I GTI: Sonntagstour mit einem Oldie

Dritter GAST POST von Melanie Schellack
Community Managerin


gtiLetzten Sonntag hatte ich das Vergnügen einen Golf 1 GTI spazieren fahren zu dürfen und wer noch nie so eine „Rennsemmel“ unter dem Hintern hatte, hat echt etwas verpasst.

Frauenprobleme

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass mein Orientierungsinn nicht der beste ist und ich ohne mein Navi nicht auf Tour gehe. Bei einigen Fahrzeugen ist es nicht einfach das Navi so anzubringen, dass es nicht mittig im Sichtfeld hängt oder die Kabel einmal quer durchs Fahrzeug verlegt werden müssen. Deshalb habe ich mir zusätzlich eine Halterung für die Lüftungsschlitze besorgt. Eigentlich sind die mittleren Lüftungen ein optimaler Platz aber: der Golf hat dort keine. Alles kein Problem: zwischen Armaturenbrett und Windschutzscheibe ist so viel Platz, dass mein Navi dort perfekt hin passt. Daß die Konstrukteure das damals schon so eingeplant haben… Respekt!

Also nehmen wir Platz und starten den Motor

Ich fürchte es ist für Menschen – die nur neuere Fahrzeuge kennen- unbegreiflich das man sich an der Geräuschkulisse in dem Fahrzeug erfreuen kann. Man hört den Motor fast ungedämpft und ab einer gewissen Geschwindigkeit kann man auf das Radio verzichten. Es brummt, es vibriert, es rasselt überall…herrlich! Der GTI lebt!

Zur Beschleunigung muss ich nicht viel schreiben oder? A: Bin ich eine gemütliche Fahrerin und mag es nicht die Schätzchen bis an ihre Grenzen auszufahren und B: darf man nicht vergessen, dass das Auto kaum Knautschzone hat (und einige Autofahrer auf Autobahnen gerne mal kleine Fahrzeuge nicht für voll nehmen oder selber zu blöde zum Fahren sind). Nichtsdestotrotz muss man mit dem Auto einfach etwas spritziger fahren, das geht gar nicht anders. 112 Ps bei um die 900 Kilo Gewicht kommen an der Ampel einfach gut weg und auch auf der Autobahn kann man damit echt Spaß haben! Gas kurz runter treten und los geht’s…
Alle Infos über den GTI findet Ihr hier.

Meine erste Tour führte mich ins malerische Nettetal zu einer Gartenbesichtigung und auf dem Rückweg durchs Ruhrgebiet habe ich einen Boxenstop bei der GARAGE 10 in Gelsenkirchen eingelegt, andere Autofans getroffen und Fotos mitgebracht.
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Garage 10

Mein Fazit nach 400 km Sonntagstour

Ich war abends fast taub und hatte nachts noch das Brummen und Vibrieren im Ohr. Das muss aber so sein! Einparken kann einen schon etwas ins Schwitzen bringen, aber ich habe damals schon Fahrzeuge ohne Servolenkung gefahren, man muss nur wissen wie man es macht (oder eben etwas herumfahren bis man einen Parkplatz gefunden hat, bei dem man nicht großartig kubeln muss). Die Ledersitze in dem GTI sind unwahrscheinlich gemütlich und wer braucht schon eine Klimaanlage, wenn er die Fenster herunterkurbeln oder das Schiebedach öffnen kann? Peanuts

Tempomat, Airbag, ESP, ABS, Einparkhilfe…mir haben sie nicht gefehlt.

Wie oben schon geschrieben, war ich gemütlich unterwegs. Das hat sich auch beim Spritverbrauch bemerkbar gemacht. 6-8 Liter Verbrauch sind für einen alten „Spritfresser“ – zu dem einige Politiker pauschal alle alten Fahrzeuge abstempeln – erstaunlich gut, oder?

Mein Herz schlägt einfach für Autos mit Charakter und ich bin immer wieder freudig überrascht, wie aktiv die Autoszene im Ruhrgebiet ist. Es macht Spaß Gleichgesinnte zu treffen, die auch erkannt haben, dass Autos mehr als reine Gebrauchsgegenstände sind.

Bis zum nächsten Treffen!
LG Eure Mel


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