Stramm # Ford Taunus im dezenten Renn-Dress

1980 war der Ford Taunus alles andere als ein Rennwagen. Den fuhren ganz gewöhnliche Leute, die vielleicht mal zu schnell fuhren – aber hätten die ihren Wagen tiefer gelegt und solche Felgen drauf gemacht? Niemals – das sollten mal schön die Opel-Typen machen und die BMW Fahrer…
Der Ford Taunus spielte zu der Zeit in einer anderen Klasse. Im Laufe Seines Youngtimer Daseins wandelte sich das erheblich. Irgendwann wurde der Taunus wie auch der Granada von der Motoraver Szene als Kultauto entdeckt, der Spießertum, Amerikanismus, technische Simplizität auf der einen Seite bot und auf der anderen Verfügbarkeit zu Preisen, die solches Tuning wie hier finanziell noch zuließ.
In UK fand dieser Wandel deutlich früher statt. Schon der Vorgänger, der in UK noch den klassischen Hüftschwung hatte und eben diesbezüglich noch vom Deutschen Serienmodell abwich, bevor die Modelle gleichgeschaltet wurden, war hier ein begehrtes Tuning-Objekt. Und das schon zu Lebzeiten. Seine technische Konzeption ist überschaubar, Tuning-Teile vom Capri und Escort reichlich vorhanden, jede Menge Platz im Motorraum – und hinzu kommen niedrig belastete Motoren mit Literlesitungen um 50PS pro Liter – da war also stets erkennbar Luft nach oben – und die wurde von den Besitzern des Ford Taunus, respektive Ford Cortina auch ausgeschöpft.
Der Ford Taunus ist stoisch und verzeiht das. Und er wirkt sogar würdig dabei.

Und mittlerweile ziehen nicht nur die Preise für Modelle im Originalzustand an – auch die Tuning-Taunus Preise steigen erheblich – vor allem, wenn es sich um die selten gewordenen Turnier-Modelle handelt.