Strichachter # da, wo man ihn noch würdigt und gern hat

Nicht täuschen lassen – diese beiden Strichachter wurden im Jahr 2014 aufgenommen – Youngtimer Bilder der etwas anderen Art.
Sie stehen da rum, nicht auf einer Ausstellung wie bei uns, sondern weil sie auf ihren nächsten Service warten.
Rund um die Welt ist er noch da, der Strichachter – und das, wo wir es hier schon cool finden, dass sein Nachnachfolger, der W124, immer noch so zahlreich vorhanden ist und der W210 noch nicht komplett weggerostet ist.
An anderen Enden der Erde ist der W114 / W115 immer noch da, präsent und wird nicht komisch angeschaut, weil es ihn noch gibt.
Strichachter
So sehen Autos aus, die ernsthaft langlebig gebaut sind – aus großen, gut sichtbaren Teilen, mit Schrauben befestigt, nicht mit irgendwelchen mysteriösen Technologien, die man nur im Labor herstellen kann oder so. Dem Strichachter rückst Du mit dem Schraubenschlüssel zu Leibe, nicht mit irgendwelcher Hightech. An seine Haut lässt Du nur Wasser und CD.

Es ist eine Schande, dass diese Erkenntnis sich in unserem Land nicht durchzusetzen vermag, dass es immer nur das neueste sein muss. Lassen wir mal Sicherheit und Umweltschutz außen vor – so sehen Autos aus, die die Umwelt auf ihre eigenen Weise schützen – durch die Art Langlebigkeit, die einfach nie erfordert, den Wagen zu ersetzen, nie erforderlich macht, neue Rohstoffe zu formen, um einen neuen zu bauen. Somit sind die heute geforderten Preise für den Strichachter vielleicht sogar irgendwie fair.
The Fire inside…