Volkswagen T3 # Harter Knast-Charme

Wenn man dieses Bild aus dem Kontext gerissen sieht, kann schon die Frage aufkommen, ob der Volkswagen T3 oft als Knast-Transporter eingesetzt wurde oder tatsächlich von Freiwilligen bewegt wurde, die am Ende sogar noch Geld dafür bezahlten. Und wir reden von Volkswagen – also viel Geld…
Volkswagen T3
Schaut man sich daneben mal einen T5 Multivan an, ist das wie der Schritt von Knastküche zu gehobener Küche mit livrierten Kellnern.
Und doch hatte der Volkswagen T3 doch so viel speziellen Charme, dass ihn nicht nur geizige Kommunen für ihre Gärtnerei-Sklaven anstellten. Beberillte intellektuelle Upper Middleclass Lehrerehepaare kauften den Wagen für Selbstverwirklichungstrips und kamen von denen eigenartig erleuchtet zurück.
Ob das am Auto lag? Schwer zu sagen, aber fest steht, dass dem brummigen Boxer-Motor im Heck etwas magisches gehabt haben muss – und sei es nur die Tatsache, dass er immer anzukommen schien, ungeachtet chronischer Untermotorisierung. Das mag auch ein Stück weit daran gelegen haben, dass es einfach keine echten Mitbewerber gab, so wie heute, wo in jedem halbwegs erfolgreichen Segment perfektionierende Nachahmer kommen.
Vielleicht war das die eigentliche Magie eines Transporters, der genau da den Motor hatte, wo man eigentlich das ganze Gepäck unterbringen wollte. Versuch heute mal, mit so einem Konzept durch die Vergleichstests zu kommen…
Es gibt Dinge, die lassen sich nicht wiederholen – der Volkswagen T3 gehört ohne Zweifel dazu.