VW Passat # Das Auto meiner Kindheit

Mein Vater hatte diverse Käfer gefahren, bevor unsere Familie innerhalb der VW Riege zu einem VW Passat aufstieg. Was für ein Leben. Es war genau das Modell, allerdings in Cliffgrün, trug aber auch diesen eigenartig pseudogesportelten Schriftzug an der Seite, der zu unserer Familie so gar nicht recht passen wollte – und auch generell nicht zu Passat – der hatte eigentlich auf bürgerlich gezielt.
VW PAssat Typ 32 Dennoch sprach sich natürlich bei der Zielgruppe der Ascona und Taunus Käufer schnell rum, dass es der Passat wirklich drauf hatte. Der Frontantrieb und das grundlegend zwar komfortabel, aber eben ausreichend Strassenhaftung gebenden und auch vermittelnde Fahrwerk rafen den Nerv. Der Passat konnte in Kurven mehr als der Durchschnitt, auch auf Nässe.
Und dazu bedurfte es nicht der lächerlichen Felgen.
Und es bedurfte nicht der riesigen Maschinen – 75 PS war fetzig, 55PS gingen okay – der erste VW Passat wog praktisch kaum mehr als ein Golf, ging bei gerade einmal 855 Kilo los. [Nur mal zum Vergleich: Ein VW UP von Heute ist schwerer…].
Der VW Passat hatte drüber hinaus nicht nur eine kantige Stahlkarosserie – die war auch im Design ernst gemeint, hatte italienische Wurzeln, kommt bis heute in der 2türigen Version sportlich herüber.
Nicht zuletzt hießen 2türige Passat in den USA beispielsweise DASHER, was soviel wie Kurzstreckensprinter bedeuten sollte. Dem Passat wohnte eine gewisse Dynamik inne – und die schien der Knudsen-Taunus wirklich nicht mitzubringen. Der Passat wurde der Golf seiner Peer-Group: Marktführer seines Segmentes, praktisch ununterbrochen seit nunmehr 40 Jahren…


Kommentar hinterlassen