W123 T-Modell # Erziehungsarbeit am Deutschen als solches

Mit Bildern wie diesem musste Mercedes zu Zeiten des W123 T-Modell in seiner Anfangszeit tatsächlich erklären, dass Kombis nichts Böses sind.
Heute, wo gerade die Premium-Marken mehr Kombis und SUVs [Geländewagen waren damals noch schlimmeres Teufeslzeug] verkaufen als Limousinen – zumindest in unseren Gefilden, ist das schon reichlich schwer zu verstehen.
Aber ja – als ich ein Kind war, galten Kombis als Handwerker-Autos – Wagen, die man fahren musste, nicht fahren wollte.
Dann wurden Sie hip. Aber das ist eine andere Geschichte.W123 T-Modell
Mercedes Benz musste zunächst Aufklärung betreiben. Ein Teil dieser automobilen Oswald-Kolle-Arbeit ist dieses Bild. Da steckt nämlich eine Menge drin. Beispielsweise die Botschaft, dass das böse W123 T-Modell gar nicht größer ist, als die Limousine. Diese vage Vermutung äußerten damals angeblich viele Frauen – in einer Phase, in der der Führerschein für Frauen ab einer gewissen Gesellschaftsschicht langsam normal wurde. Aber Frauen wussten damals: Große Autos = böse Autos, weil man in die ja als prinzipiell doch fahrunfähige Frau auf jeden Fall Beulen reinfährt.

Auch diese Angst weiß dieses Bild auf eine sehr maskuline Art zu nehmen, nicht wahr? Auf großen Parkplätzen können Frauen das W123 T-Modell scheinbar doch einparken 😉

Kein Wunder, dass damals die gesamte relevante Führungsriege der RAF aus Frauen bestand, oder?