War das so – damals in den 70ern im Jetset?

Gab es das so damals wirklich…? Früh morgens in einer noblen Metropole Europas – Du hattest noch Traveler Cheques in ausreichendem Maße, mit dem Du das Hotel bezahlt hast und würdest nach Paris aufbrechen, um dich später am Vormittag mit Jean Jaques zu treffen und über die Geschäfte zu reden. Es wurde Zeit, mal wieder was in Immobilien zu machen.11942301_907914652616084_8627967083331505757_o Die Strassen sind noch leer, als Du in deinen 911er steigst – so ist das um die Zeit immer. Wenn Du in Paris ankommst, wird es eher belebt sein. Du hast telegrafieren lassen, dass Du noch vor dem Mittagessen da sein wirst – aber was heißt das schon bei einem Franzosen wie Jean Jaques, der ins Bett geht, wenn andere schon wieder in die Früh-Metro steigen?

1557674_967590639981818_8337710277063758318_nAls Du eintriffst, ist Jean Jaques schon da und sagt, er habe gerade mal eine Viertelstunde gewartet – und die habe er mit dieser netten Kellnerin in diesem Mini-Rock geplaudert. Sie kommt aus Dover und ist für ein Jahr in Paris, um die große weite Welt zu sehen. Die werdet ihr ihr später zeigen, in diesem irren Fischrestaurant, wo sie dieses Wahnsinns-Bouillabaisse machen. Ist vielleicht eine Stunde Fahrt, mehr nicht, da ist man locker Abends wieder zurück – du musst nur noch schnell im Hotel Le Meurice vorbei, dort haben sie eigentlich immer ein Zimmer für dich übrig. Du buchst ein Doppelzimmer – die Frau mit dem Mini-Rock sieht nett aus und Jean Jaques muss weiter in die Bretagne.

Und diese Immobiliensache? Läuft. Wenn alles glatt geht, bist Du Montag früh wieder frisch rasiert am Schreibtisch in München, 350.000 Mark reicher. Alles geritzt. Du solltest endlich dieses Grundstück in Talkirchen kaufen, sonst schnappt Dir das wieder irgend so ein neureicher Schnösel vor der Nase weg…