Opel Kadett D # Normalo für Normalos

Opel Kadett D – der war wirklich eine Y-Gabelung für Opel, ein Wegweiser, eine Pfadangabe, mit der nicht alle gleichermaßen zufrieden sein konnten. Opel Kadett D Klar – vom Markt her schien der Opel Kadett D genau in die richtige Richtung zu weisen. VW hatte mit dem Golf I Typ17 praktisch das Maß eines neuen Genres festgelegt, das Ford mit dem ersten frontgetriebenen Escort ein Jahr nach Opel adaptieren sollte. Immerhin gönnten die sich ein kleines Bürzelheck, um sich ein bisserl vom Class Leader abzuheben. Der Opel Kadett D jedoch war in den Augen vieler eine schlechte Kopie des VW Golf – vor allen in den Augen jener, die den beinahe schrulligen „Staubsauger“ Kadett C geliebt hatten.

Opel Kadett D – in große Fußstapfen

Der war auf seine Weise sportlich, bürgerlich – und tuningfreundlich.
Auf einen Opel Kadett D konntest Du lässige Sportfelgen ziehen wie auf dieses Exemplar hier – aber was brachte das? Einen Nachfolger des Coupés gab es auch nicht – obwohl sich auch das logisch begründen ließ.
Dennoch wird aus heutiger Sicht klar, dass die totale Anpassung an den Mainstream, die Kopie des Marktführers, die bei keinem Kadett / Astra so offensichtlich war, für Opel letztlich ein Mosaikstein auf dem Weg ins Abseits war – ein Weg ins Land der Belanglosigkeit ohne eigene Identität.
Schade.


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