Rover SD1

Rover SD1 – you have to be british

Manches ist „auf der Insel“ anders – und das auch schon ohne irgend einen BREXIT oder ähnlichen Quatsch. Die Briten waren anders, sind anders und werden (wieder) anders sein – und am Ende ist das auch gut so. Noch besser wäre es, wenn sie ihre Automobilindustrie nicht vollständig atomatisiert und versemmelt hätten – denn dann wären sie eventuell (neben Subaru vielleicht in gewissen Grenzen) die einzigen, die noch den Mut hätten, ungewöhnliche Autos jenseits des Mainstreams zu bauen.

Denn das, ja, das konnten sie wirklich.

Der Rover SD1 war eines dieser Autos. Nicht nur, dass der ein Lenkrad hatte, das nicht rund war – das war auch irgendwie schräg, zugegeben – er hatte auch kein klassisches e-Box-Design, wie beispielsweise der Germane in dieser Klasse erwartete.

Das stellte sich – neben diversen anderen Themen – als Kassengift heraus- Dennoch blieb Rover stur und hielt auch beim Nachfolger an diesem Konzept fest
Rover SD1 Das war dann auch der letzte Wagen in dieser Klasse, den Rover sich leisten konnte. Und so lässige V8 Motoren wie beim Rover SD1 3500 gönnte sich die einigermaßen britische Firma dann auch nicht mehr. Heute gönnen sie sich gar nichts mehr.

Nicht nur deshalb ist der Rover SD1 heute einer der coolsten Klassiker, die man kaufen kann – sofern man noch einen mit dem Lenkrad auf der linken Seite findet. Der Rover fährt sich auch heute noch toll und verbindet sportlichkeit mit Komfort in einer seltenen Weise. Sehr gute Exemplare wandern in Deutschland schon wieder auf die 20.000€ Marke zu – vorausgesetzt, man findet einen. Selbst schlechte Exemplare sind mittlerweile nur noch handverlesen vorhanden auf dem Deutschen Markt. Und der Wert des Wagens wird gerade erst so richtig erkannt.