VW Santana # Der Verzweiflungs-Passat

VW Santana inarisilberDer VW Santana… Irgendwie schwingt in dem Wagen so viel mit, was heute nur noch schwer zu glauben ist. Das Bild, was wir hier sehen, hat es so beispielsweise zu Lebzeiten nie gegeben – diese Felgen wären bei der Zielgruppe der Erstkäufer des VW Santana nie ins Haus gekommen!
Überhaupt war der Santana irgendwie schwer zu verstehen. Der Passat war die Schrägheckvartiante der Audi 80. Wenn dann also ein Passat mit Stufenheck, Dann … äh…. Hm?

VW Santana – unfreiwillig exklusiv

Irgendwie hatte auch die angepeilte Kundschaft ein Problem mit dem VW Santana und kaufte lieber gleich den Audi 80, der damals schon mehr Image hatte… Oder eben gleich den VW Passat Variant, der sich zum Zeitpunkt des Erscheinens des VW Santana seit Jahren als der eigentliche Passat etabliert hatte. Da halfen dann auch plüschige Ausstattungen nicht so recht.

Von VW wollte damals keiner eine klassische Stufenhecklimousine kaufen – und mal ganz ehrlich: Daran hat sich ja trotz diverser Versuche in den vergangenen 20 Jahren nichts wirklich geändert – anders zumindest ist der krasse Wertverfall des Phaeton nicht zu erklären oder aber das radikale Verschwinden des VW K70 – ein Naturgesetzt scheint zu besagen, dass VW und Limousine irgendwie nicht zusammengehen…
Dass die Wolfsburger sogar nach dem Facelift hergingen und den Santana als Passat Stufenheck verkauften [So, wie den Derby als Polo Stufenheck], so als wollten sie sagen „Hey, den kannst Du kaufen – ist eigentlich ein Passat!“, muss schon als gehobene Verzweiflungstat eingestuft werden. Vielleicht heißt der Phaeton nach dem nächsten Facelift ja auch Passat Plus – never change a losing team ;->

Heute macht all das den Santana zu einer schrullig coolen Alternative zum Mainstream – leider ist er so selten wie Wasser in der Wüste…

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